Schneller am Start
Die Welt wird komplexer. Deshalb öffnet sich Endress+Hauser gezielt nach außen, um gemeinsam mit anderen zu Innovationen zu kommen. Auch in Sachen KI wurde so schon rasant Neuland erschlossen.

Wenn irgendwo in Mitteleuropa überraschend ein Fluss über die Ufer tritt, klingelt anderntags bei Florian Falger häufig das Telefon: Der Market Mana ger hat bei Endress+Hauser das Frühwarnsystem Netilion Flood Monitoring mitentwickelt. Mit Hilfe von Sensoren und Künstlicher Intelligenz kann es voraus sagen, ob, wann und wo ein Hochwasser droht. „So können Verantwortliche rechtzeitig die richtigen Entscheidungen treffen und beispielsweise Schutz maßnahmen einleiten, um Schäden zu verhindern“, sagt der Wirtschaftsingenieur. Das System ist in seiner Form einmalig – und das ist nicht der einzige Super lativ: Vom Projekt bis zum Verkaufsstart verging gerade einmal ein Jahr.
Zwölf Monate sind für die Entwicklung eines fertigen Produkts allgemein sehr schnell. Bei einer Lösung, die Sensoren mit KI-basierter Software kombiniert, be deutet dies aber geradezu Lichtgeschwindigkeit. „Dass es so rasant ging, haben wir einer agilen neuen Abteilung und unserem OpenInnovationAnsatz zu ver danken“, sagt Dr. Simon Zühlke, Strategieexperte im Kompetenzzentrum für Füllstands und Druckmesstechnik von Endress+Hauser. Open Innovation heißt: Das Unternehmen öffnet sich gezielt nach außen, um mit Partnern an Innovationen zu arbeiten. „Wir leben heute in einer dynamischen Welt, in der niemand mehr alles alleine schaffen kann. Wenn man Kompetenzen bündelt und Wissen vereint, lassen sich gemeinsam neue Felder schneller erschließen“, erklärt der Verfahrenstechniker.